MARIANNE THURM
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Habitat


Die negative Faszination des wuchernden Wachsens Sao Paulos und die unglaubliche Zerstörung des tropischen Raums inspirierten Marianne Thurm zu Radierungen über den selbst geschaffenen Umraum der Städter. Bis zum Limit sind die Bilder ausgeschöpft – genau wie Sao Paulo. Auf den Drucken sind die immer wiederkehrenden Gebiete der Favelas zu sehen. Wie in der Realität ziehen sie sich über die Landschaft. Häuser, Zäune, Wassertanks, Mauern, Treppen und Wände sind sich stets wiederholende Details. Zu sehen ist die Szenerie, als wäre sie aus einem Flugzeug heraus fotografiert. Kleine, detailreiche und graue Formen füllen die gesamte Fläche. Im Kontrast zu den Radierungen stehen die großformatigen Kohlezeichnungen. Der erste Eindruck trügt, denn die Werke wecken zwar eine Sehnsucht nach Weite, nach unbefleckter Natur und nach gesundem Lebensraum, doch es existiert keine unbetretene Natur, kein sauberes Meer und kein unausgebeuteter Boden mehr. Die Größe der Bilder ermöglicht der Künstlerin, während des Zeichnens in das Motiv hineinzutreten und Gefühle zu steigern. Diese Empfindungen können die Leichtigkeit des Fliegens, aber auch die schwere Last des Felsens sein. Wie in ihren Radierungen nimmt der Betrachter die Rolle eines Außenstehenden ein. Stets sieht er das Motiv aus einer Distanz wie von einem Berg oder Flugzeug – „Natur fern“.

Foto-Copyright by Matthias Ritzmann (www.kunstforum-halle.de/cms/cache/25002a4887fbeec73d81467a2ae9aa05.jpg)



19. - 20. JULI 2014 — Jahresausstellung der Burg Giebichenstein


Jedes Jahr werden zum Anlass der jährlichen Ausstellung der Burg Giebichstein Kunsthochschule Halle die abgeschlossenen Diplome des WS/SS 2014 präsentiert.

Ich habe die Ehre, mit Johannes Frötsch in der Galerie f2 (Galerie des Kunstvereins Talstra&stlig;e) meine Werke der Öffentlichkeit zu zeigen.

Geöffnet ist die Ausstellung am Wochenende vom 19./20.7. von 10-18 Uhr.

Weiterhin sind die Werke bis zum 3. August 2014; Di- Fr: 14 Uhr-19 Uhr, Sa und So: 14-17Uhr in der Galerie f2, Fährstraße 2, Halle zu sehen.































5. - 15. JUNI 2014 — 'sichtbar' in der Galerie GRAUBUNT


sichtbar — zeitgenössische Kunst im Rahmen der Händel-Festspiele 5. - 15. Juni 2014

Galerie Graubunt "Halle Paradiese"
Karin Jarausch, Beate Gödecke, Marianne Thurm
Malerei | Grafik | Objekte
Mo - Fr: 11 - 18 | Sa & So: 14 - 18
Geiststraße 1 | 06108 Halle (Saale)















22. MÄRZ - 4. MAI 2014 — Junge Hallesche Künstler: Absolventinnen der Burg Giebichstenstein Kunsthochschule Halle, Anja Nürnberg und Marianne Thurm


Vernissage: 22. März 2017, um 17 Uhr im Opernhausfoyer (Universitätsring 24, Halle (Saale))





















24. - 25. JANUAR 2014 — Diplomausstellung "HABITAT" im Kunstforum Halle

FLUT
Am 24. und 25.01.2014 findet die Diplomausstellung von Marianne Thurm im Kunstforum Halle (Bernburger Straße 8, 06108 Halle (Saale)) - 1.OG, statt.
Öffnungszeiten: Fr 14-17 Uhr, Sa 11-17 Uhr



















17. - 19. JANUAR 2014 — BuchDruckKunst Handpressenmesse Hamburg

STADT
Mein Mappenwerk "STADT" kann am Stand "BurgBUCHeditionen" in die Hand genommen und erworben werden.



















OKTOBER 2013 — "Mensch und Natur" in Sankt Andreasberg

HABITATII
Gruppenausstellungsbeteiligung - Die Werke sind noch bis zum 19.10.2013 von 11 - 17 Uhr in Sankt Andreasberg zu sehen.



















9. - 13. OKTOBER 2013 — Frankfurter Buchmesse 2013

STADT
Das aktuellste Mappenwerk "STADT" mit fünf Originalradierungen von Marianne Thurm nach einem Gedicht von Gerrit Engelke wird präsent sein.



















JULI 2013 — Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Halle
JAHRESAUSSTELLUNG 2013

JAHRESAUSSTELLUNG 2013











































JUNI 2013 — Otto-Ditscher-Kunstpreis für Buchillustration des Rhein-Pfalz-Kreises


GOTT DER STADT GEORG HEYM
Der Gott der Stadt (1911)

Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.

Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
Die großen Städte knien um ihn her.
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.

Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik
Der Millionen durch die Straßen laut.
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.

Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.

Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust
Und frißt sie auf, bis spät der Morgen tagt.